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Foto: Stephanie Kunde

Ganz besondere Begleiter auf Eurem Weg zur Traumhochzeit

Liebes Brautpaar, diesmal geht es um die beiden Personen, die Euch an Eurem Hochzeitstag am nächsten sind: die Trauzeugin und der Trauzeuge.

Laut Wikipedia ist ein/eine Trauzeuge/Trauzeugin eine benannte Person, die bei einer Eheschließung anwesend ist und diesen Rechtsakt durch Unterschrift bezeugt. Seit 1998 ist dies für eine standesamtliche Trauung in Deutschland aber nicht mehr zwingend erforderlich. Bei einer katholischen kirchlichen Trauung ist es Pflicht, dass zwei Trauzeugen anwesend sind und im Kirchenbuch, ebenso wie das Brautpaar, unterschreiben. Bei einer evangelischen kirchlichen Trauung gibt es diese Pflicht nicht.

Was sind nun die Aufgaben der Trauzeugin und des Trauzeugen?

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Foto: Stephanie Kunde

Die Trauzeugin – Deine Begleiterin bei den Hochzeitsvorbereitungen

Liebe Braut, Du hast Deinen Antrag und einen Verlobungsring bekommen und Ihr fangt an, Eure Hochzeit zu planen. Weißt Du schon, wer Deine Trauzeugin sein soll? Vielleicht Deine Schwester, Deine beste Freundin, Deine Cousine, vielleicht aber soll auch Dein Bruder Dein Trauzeuge sein? Wen Du auch aussuchst, überlege Dir doch etwas Nettes als “Antrag” für diesen besonderen Menschen. “I can’t say I do without you” oder eine ähnliche Botschaft kann auf einer schönen Karte stehen oder mit einem kleinen, passenden Geschenk verbunden sein. Denn Dein Trauzeuge ist ein besonderer Mensch für Dich und das zeigst Du ihm auch mit einer besonderen Geste.

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Foto: Stephanie Kunde

Deine Trauzeugin ist überglücklich, dass Du sie gebeten hast, diese Rolle zu übernehmen, und nun kann es losgehen! Es ist schön, wenn sie Dich bei möglichst vielen Schritten der Hochzeitsvorbereitungen begleitet. Nimm sie mit, wenn Du Dir Dein Brautkleid aussuchst. Sie kennt Dich und Deinen Geschmack gut, kann Dich ehrlich beraten, für gute Stimmung sorgen und hält ein Taschentuch für Deine Glückstränen bereit.

Auch bei allen anderen Planungsschritten kannst Du auf Deine Trauzeugin zurückgreifen, sie wird Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Solltest Du eine begeisterte DIY-Braut sein, die für ihre Hochzeit viel selbst bastelt, dann werden Dir Deine Trauzeugin und auch Deine Brautjungfern (falls Du Brautjungfern hast) sicher helfen.

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Foto: Brigitte Foysi

Eine ganz wichtige Aufgabe Deiner Trauzeugin ist es, Deinen Junggesellinnen-Abschied oder Deine Bridal Shower zu planen. Sie trommelt Deine Freundinnen zusammen, koordiniert den Termin mit ihnen und plant das Überraschungsevent für Dich, denn sie weiß am besten, was Du Dir für diesen Tag wünschst – und was Du überhaupt nicht magst!

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Foto: Diana Frohmüller

Für den Hochzeitstag selbst sind Trauzeugin und Trauzeuge wichtige Kontaktpersonen. Sie übernehmen oft die Koordination der Programmpunkte (Reden, Überraschungen für das Brautpaar etc.) und sprechen dies mit Eurem Hochzeitsplaner ab (oder, falls Ihr keinen Hochzeitsplaner habt, mit dem Ansprechpartner in der Location, dem DJ o.ä.).

Der Trauzeuge – Begleiter und Organisator

Lieber Bräutigam, Dein Trauzeuge übernimmt für Dich natürlich die entsprechenden Aufgaben. Vielleicht begleitet er Dich, wenn Du Dir Deinen Hochzeitsanzug und Deine Schuhe aussuchst (auch wenn Du dabei wahrscheinlich kein Taschentuch brauchst), denn einen guten Rat kann auch ein Mann dabei gebrauchen.

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Foto: Diana Frohmüller

Für viele zukünftige Ehemänner ist der Abschied vom Junggesellenleben ganz besonders wichtig. Dein Trauzeuge stimmt mit Deinen Freunden den Termin und das Programm ab und sorgt dafür, dass es ein unvergessliches Erlebnis wird, denn er kennt Dich und Deine Interessen und wird etwas Tolles planen. Lass Dich überraschen!

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Foto: Stephanie Kunde

Beide Trauzeugen zusammen sorgen für eine gelingende Koordination am Hochzeitstag. Der Brautvater plant ein Feuerwerk als Überraschung für das Brautpaar, Eure Freunde haben eine Tanz- oder Gesangseinlage eingeübt, es sollen mehrere Reden gehalten werden – Eure Trauzeugen kümmern sich schon vorab darum, dass alles zu einem schönen Programm zusammengestellt wird.

Die Trauzeugen – Eure Unterstützung am Hochzeitstag

Liebe Braut, an dem ersehnten großen Tag steht Dir Deine Trauzeugin von Anfang an zur Seite. Beim Getting Ready sorgt sie dafür, dass Du entspannt in den Tag startest, und hilft Dir, wenn Du Dein Brautkleid anziehst und Deinen Schmuck anlegst. Jetzt ist die beste Gelegenheit, schöne Fotos von Braut und Trauzeugin zu machen. Vielleicht hast Du Dir ein Geschenk für sie überlegt, dann ist das der perfekte Moment, es ihr zu überreichen.

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Foto: Brigitte Foysi

Auch der Bräutigam hat bei seinem Getting Ready Gesellschaft und Unterstützung durch seinen Trauzeugen. Sitzt die Fliege? Ist der Anstecker sicher befestigt? All dies hat der Trauzeuge im Auge. Nicht zuletzt hilft das Zusammensein mit diesem besonders nahestehenden Menschen, die eigene Nervosität in Schach zu halten.

Und jetzt ist es soweit: Ihr steht vor dem Standesbeamten oder am Altar! Bei der Trauung hält die Trauzeugin traditionell den Brautstrauß, damit die Braut die Hände frei hat (für den Ringwechsel und das Eheversprechen). Der Trauzeuge hat die Ringe in seiner Obhut und überreicht sie im richtigen Moment dem Standesbeamten oder Pfarrer. Vielleicht übernehmen bei einer kirchlichen Trauung Eure Trauzeugin und Euer Trauzeuge gerne die Aufgaben, die Lesung zu halten oder Fürbitten vorzulesen? Fragt sie danach, denn es ist schön, wenn die guten Wünsche von Menschen, die Euch nahe sind, Euch durch den Tag und ins Eheleben hinein begleiten.

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Foto: Jeannine Alfes

Und nun wird gefeiert! Bei einer festen Sitzordnung haben die Trauzeugen meist ihre Plätze am Tisch des Brautpaars und dürfen gerne mit einer Rede (oder zwei) zum Programm des Abends beitragen. Schließlich sind sie zwei Menschen, die Euch während der gesamten Hochzeitsvorbereitungszeit begleitet und unterstützt haben.

Ein Dankeschön im Anschluss

Solche besonderen Menschen verdienen auch ein besonderes Dankeschön. Ladet doch Eure Trauzeugen nach der Hochzeit (bzw. nach den Flitterwochen) zu einem Dankeschön-Brunch oder -Dinner ein. Schaut mit ihnen zusammen die Hochzeitsfotos oder das Hochzeitsvideo an und erlebt noch einmal die schönsten gemeinsamen Momente.

Und wenn ihr Eure Trauzeugen bei der Hochzeitsplanung eher rauslassen wollt, da diese entweder nicht wirklich mit einem Organisationstalent gesegnet sind oder weiter weg wohnen, dann nehmt gerne Kontakt zu Glanzmomente auf!

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Liebes Brautpaar, Ihr habt Euch verlobt, Euch für einen Hochzeitstermin entschieden und wollt nun in die konkrete Planung einsteigen? Dann ist es sinnvoll, gleich jetzt am Anfang einen wichtigen Punkt zu erledigen, den Euch kein Hochzeitsplaner der Welt abnehmen kann: die Gästeliste.

Warum die Gästeliste so wichtig ist

Von der Gästeliste, also der Anzahl der Gäste hängt viel ab, denn sie beeinflusst nicht nur die Wahl der Location (braucht Ihr einen Saal für 150 Menschen oder einen intimeren Raum für 60?), sondern auch die Kosten für das Catering und die Anzahl der benötigten Tische. Letztere ist dann wieder wichtig für die Floristin oder den Floristen, denn sie bestimmt für Blumenschmuck und Dekoration Menge und Kosten. Auch der DJ will für den Umfang seiner technischen Ausrüstung wissen, wie viele Menschen auf der Party tanzen werden, und nicht zuletzt muss die Hochzeits-Papeterie (Einladungen, Kirchenhefte, Menükarten u.ä.) in der entsprechenden Anzahl bestellt werden.

Es ist also wichtig, dass Ihr gleich zu Beginn Eurer Planung festlegt, wie viele Menschen Ihr einladen möchtet. Und weil die Gästeliste nicht nur ein Meilenstein in der Planung ist, sondern auch eine Herausforderung sein kann, habe ich ein paar Tipps für Euch, die Euch dabei helfen sollen, Eure Liste zu schreiben.

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Tipp 1: Keine Einladungen aus Pflichtbewusstsein!

Ihr wart vor Jahren mal auf einer Hochzeit eingeladen und habt jetzt das Gefühl, eine Gegeneinladung aussprechen zu müssen, obwohl Ihr nur noch sporadisch oder gar keinen Kontakt mehr habt zu diesem Paar? Denkt darüber nach, ob Menschen auf Eurer Gästeliste stehen sollten, mit denen Ihr eigentlich keine Gemeinsamkeiten (mehr) habt, denn warum sollten sie auf Eurer Hochzeit tanzen, wenn Ihr Euch sonst wenig zu sagen habt?

Das gilt natürlich auch für die Familie, selbst wenn es dort noch schwieriger umzusetzen ist. Wenn Tanten, Onkel und Cousinen der einen Seite eingeladen werden, muss das nicht zwingend bedeuten, dass die Tanten, Onkel und Cousinen der anderen Seite ebenfalls auf der Gästeliste stehen. Auch in der Familie gilt: Mit manchen Menschen versteht man sich, mit anderen eher nicht.

Mein Tipp ist, schreibt nur die Menschen auf Eure Gästeliste, die Euch am Herzen liegen und die sich mit Euch über Eure Hochzeit freuen! Das sollte für die Familie wie für den Freundeskreis gelten.

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Tipp 2: Zieht eine sinnvolle Grenze!

Auch das kann eine schwierige Aufgabe sein. Deshalb empfehle ich Euch, für Eure Gästeliste Personen- oder Prioritätsgruppen festzulegen. Dazu gehören: die enge Familie (Eltern, Großeltern, Geschwister, eigene Kinder), der erweiterte Familienkreis (Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins, Nichten, Neffen usw.), Personen mit einer besonderen Rolle oder Aufgabe (z.B. die Trauzeugen, Brautjungfern), enge Freunde, Arbeitskollegen, Bekannte, Nachbarn.

Für jede dieser Personengruppe könnt Ihr Kriterien festlegen, die Euch bei der Entscheidung für Eure Gästeliste helfen. Ist es z.B. möglich, nur ein paar ausgewählte Kollegen einzuladen oder könnte das zu schlechter Stimmung im Arbeitsumfeld führen? Kann man die Grenze zwischen Freunden und Bekannten klar definieren und auch vermitteln? Möchte man seinen gesamten Bekanntenkreis/Fußballverein/seine Sportgruppe einladen oder sogar Personen aus dem Bekanntenkreis der Eltern?

Bei manchen Prioritätsgruppen empfiehlt es sich, schnell und deutlich zu kommunizieren, dass man in eher kleinerem Kreis heiratet, das minimiert die Erwartungen.

Wenn Ihr nun mit Eurer Gästeliste schon weitergekommen seid, denkt bitte auch darüber nach, ob mögliche Single-Gäste mit dann eventuell aktuellem Partner/Partnerin eingeladen werden – oder eben nicht. Und ob Ihr die Kinder Eurer Gäste dabei haben wollt. Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin oder die Trauredner erwarten in der Regel nicht, eingeladen zu werden, allerdings sollten Dienstleister, die den ganzen Tag über anwesend sind, zum Essen eingeplant werden.

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Tipp 3: Die perfekte Gästeliste

Aus der erarbeiteten Namensliste soll jetzt Eure perfekte Gästeliste werden. Ich empfehle Euch dafür eine Excel-Tabelle anzulegen, das ist zwar nicht romantisch, aber praktisch.

Notiert dazu Namen, Mailadressen und Postanschriften der Gäste, die Anzahl und das Alter der ebenfalls eingeladenen Kinder (das ist wichtig für die Kinderbetreuung, für eventuell benötigte Kinderstühlchen und für ein Kinder-Menü bzw. ein entsprechendes Buffet-Angebot). In Eure Gästeliste sollte ebenfalls eingetragen werden, ob es Gäste mit Lebensmittelunverträglichkeiten gibt, wer Vegetarier oder Veganer ist, ob eine Schwangere dabei ist oder ein Gast mit Gehbehinderung bzw. Rollstuhl (letzteres ist wichtig für die Zugänge zu den Locations bzw. die Bestuhlung). Notiert, wer eine Übernachtungsmöglichkeit benötigt, weil eine weite Anreise vorliegt, und an wen Ihr eine entsprechende Hotel-Liste verschickt.

Wenn Eure Hochzeit aus mehreren Feierlichkeiten (also Polterabend, standesamtliche, kirchliche oder freie Trauung) besteht, dann vermerkt, wen Ihr zu welchem Fest einladen wollt. Und da Euch die Gästeliste die gesamte Planungszeit über begleiten wird, könnt Ihr auch noch eine Spalte für die Hochzeitsgeschenke hinzufügen (wer schenkte was?) und natürlich für das Verschicken der Dankeskarten nach Eurem großen Tag.

Schreibt eventuell eine Ersatz-Gästeliste, falls Absagen kommen.

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Ein letzter Tipp für die Gästeliste

Eure Gästeliste ist zu lang geworden? Dann denkt über Ausweichmöglichkeiten nach, denn es gibt möglicherweise Menschen, die nur zum Sektempfang nach der Trauung, nicht aber zu Abendessen und Party eingeladen werden können.

Unbestritten liegt nämlich das größte Sparpotenzial einer Hochzeit in der Gästeliste: Je mehr Gäste eingeladen sind, umso höher sind die Kosten für Essen und Getränke, für Papeterie und Gastgeschenke.

Ladet also einfach die Menschen ein, die Euch lieb und wichtig sind, die an Eurem Leben Anteil nehmen und mit denen Ihr Euren schönsten Tag verbringen und feiern möchtet. Und lasst Euch dabei nicht unter Druck setzen – es ist Euer Fest und Euer Tag!

Fotos: Kristina Grommes

Und habt ihr eure Gästeliste festgelegt, folgt die Entscheidung, wann ihr heiraten wollt. Vor- und Nachteile von Sommer- und Winterhochzeiten gibt es in einem weiteren Glanzmoment der Woche.

Frisch verlobt. Wann soll die Hochzeit stattfinden?

Wenn Ihr Euch gerade erst verlobt habt, stellt sich natürlich die große Frage: Wann wollt Ihr heiraten? Sommerhochzeit oder Winterhochzeit – was soll es werden? Gibt es noch eine Chance, im kommenden Sommer zu heiraten? Wollt Ihr über ein Jahr lang warten und eine Sommerhochzeit im nächsten Jahr feiern? Oder möchtet Ihr stattdessen einen ganz anderen Weg gehen und im Winter heiraten?

Die meiste Brautpaare träumen von einer warmen Sommerhochzeit im Grünen und langen Sommernächte mit angenehmen Temperaturen. Traumhaft! Kälte und Schnee hört sich dafür für die meisten auf den ersten Blick nicht so traumhaft an, jedoch haben auch die Wintertage ihre schönen Seiten und können eure Hochzeit zum Winter-Wonderland verzaubern.

Um Euch bei Euren Überlegungen, ob Sommerhochzeit oder Winterhochzeiit zu helfen, fasse ich hier mal jeweils die Vor- und Nachteile zusammen:

Sommerhochzeit oder Winterhochzeit – welche sind  beliebter?

Es ist vermutlich keine Überraschung: Sommerhochzeiten sind deutlich beliebter! Es ist warm und die Feier kann draußen stattfinden. Das ist gerade für die freie Trauungen besonders schön, aber auch für den Empfang nach einer standesamtlichen oder kirchlichen Trauung.

Die Hochzeit als Sommerfest

Schönes Wetter ist natürlich auch für die Hochzeitsfotos toll und ein Brautpaar-Shooting in einem Garten oder Park ist der Traum vieler Paare.

Für die Dekoration bei einer Sommerhochzeit könnt Ihr aus dem Vollen schöpfen, es gibt eine riesige Auswahl an Blumen und Blüten für alle erdenklichen Hochzeits- und Farbkonzepte. Schön sind Girlanden oder Lampions, die in Bäumen aufgehängt werden. Sie unterstreichen den Sommerfest-Charakter.

Für die Feier im Freien bietet sich zum Beispiel eine Limobar an, mit selbstgemachten Limonaden, frisch gepressten Säften und exotischen Cocktails. Auch für die Hochzeitstorte und ein Sweet-Table-Angebot habt Ihr eine große Auswahl unter allen Früchten der Saison.

Was ziehe ich an?

Für Eure Sommerhochzeit habt Ihr, was die Wahl des Brautkleides angeht, liebe Bräute, die freie Auswahl und könnt vom luftigen Vintage-Kleid bis zur schulterfreien Princess-Robe alles tragen an Eurem großen Tag. Für den Bräutigam empfiehlt es sich, einen Hochzeitsanzug aus leichterem Stoff zu wählen – und denkt dran, liebe Männer, wennn es richtig warm ist, gebt Ihr das Signal, ab wann es den Herren erlaubt ist, das Jackett abzulegen.

Eine Sommerhochzeit braucht einen Plan B!

Überhaupt: das Wetter! Damit komme ich zu einem Nachteil der Sommerhochzeiten, denn es gibt nun mal keine Gut-Wetter-Garantie und damit keine Garantie, dass die Feier ein Sommerfest im Grünen sein wird. Tatsächlich kann es regnen oder aber auch richtig heiß sein (wir erinnern uns an den Sommer 2018!), in jedem Fall aber braucht Ihr für Eure Feier einen Plan B, von Schirmen und Zelten bis zu Ventilatoren.

Um eine Sommerhochzeit zu feiern, muss man außerdem schnell entschlossen sein, denn in der Hochsaison (von Mai bis September) sind viele Locations schon eineinhalb Jahre im Voraus ausgebucht. Das gilt auch für manche Dienstleister. Und oft sind die Preise deutlich höher als außerhalb der Sommerhochzeiten-Saison.

Zudem kommt der erhöhte Terminstress. Viele Dienstleister haben in den Sommermonaten mehrere Hochzeiten an einem Wochenende, meistens sogar an einem Tag.

Winterhochzeiten – ein neuer Trend?

Um die Frage zu klären, ob Sommerhochzeit oder Winterhochzeit, schauen wir uns jetzt im Vergleich die Winterhochzeiten an.

Der Charme der kalten Jahreszeit

Klar, im Winter (wir reden von den Monaten November bis März) ist das Wetter kühl oder kalt, oft auch regnerisch, manchmal gibt’s sogar Eis und Schnee. Das kann natürlich für die Anreise Eurer Gäste ein Risiko sein.

Da das Wetter gar keinen Zweifel aufkommen läßt, wird die Winterhochzeit von vornherein für Innenräume geplant. Das entspannt die Planung deutlich, denn es muss keinen Plan B geben, falls Plan A nicht realisierbar ist. Es kann einfach bei Plan A bleiben.

Bei den Locations habt Ihr in der Wintersaison die freie Auswahl, ebenso bei den Dienstleistern. Viele Dienstleister freuen sich über einen Auftrag für eine Winterhochzeit, weil diese immer noch etwas Außergewöhnliches sind. Und die Hochzeits-Locations bieten außerhalb der Hochsaison manchmal deutlich niedrigere Raummieten an.

Allerdings solltet ihr den richtigen Termin wählen. Für viele Menschen ist die Advents– und Weihnachtszeit eine der stressigsten Zeit im Winter. Geschenke müssen besorgt werden, diverse Weihnachtsfeiern stehen an und ein Urlaub mit der Familie ist vielleicht auch noch geplant – da kommt eine Hochzeit nicht immer gelegen. Aber wenn ihr schon immer von einer weihnachtlichen Adventshochzeit geträumt habt, lasst euch davon nicht beirren – sagt euren Gästen einfach früh genug mit einer hübschen Save the Date Karte Bescheid und alles ist gut!

Eure Hochzeit kann als Winterhochzeit einzigartig und besonders werden.

Je kälter und dunkler es draußen wird, umso schöner und gemütlicher könnt Ihr es Euren Gästen in der Location machen. Mit kuscheligen Decken an einem Kaminfeuer, einer leckeren Hot-Chocolate-Bar, mit Glühwein, Punsch und vielen, vielen Kerzen und mit einer Hochzeitstorte mit Lebkuchengewürz. Feuerkörbe zum Beispiel sehen nicht nur toll aus, sondern wärmen auch noch. Vielleicht habt Ihr die Möglichkeit, einen Weihnachtsmarkt in Euer Hochzeitskonzept zu integrieren? Das verspricht märchenhaft einmalige Fotos von Eurem Fest.

Zu den Sommerblüten gibt es schöne winterliche Alternativen, zum Beispiel Christrosen, Amaryllis und Hyazinthen, aber auch Ilex- oder Tannenzweige, Mistelzweige und verschiedene Beeren und Zapfen.

Was ziehe ich an?

Für das Brautkleid musst Du Dir, liebe Braut, dann zusätzlich eine Stola, einen Kaschmirschal oder ein Jäckchen aussuchen, aber auch Brautkleider mit langen Ärmeln sind wunderschön! Dein Bräutigam kann aus den festeren Stoffen auswählen für seinen Anzug, Tweed zum Beispiel ist sehr stilvoll. Und auch Eure Gäste müssen nicht lange nachdenken, ob sie eine Jacke oder einen Mantel mitnehmen sollen. Sie sollten!

Sommerhochzeit oder Winterhochzeit – das Fazit:

Winterhochzeiten versprechen eine entspanntere Planung bei einem größeren Angebot an Dienstleistern und Locations (zu teilweise niedrigeren Preisen) und sind immer noch etwas Besonderes und Außergewöhnliches.

Sommerhochzeiten sind idealerweise fröhliche Feste im Freien bei gutem Wetter, aber Eure Traumhochzeit braucht dann unbedingt einen Plan B, falls das Wetter eben nicht mitspielt. Eure Planung braucht eine längere Vorlaufzeit, damit Ihr Eure Wunsch-Location und Eure Wunsch-Dienstleister buchen könnt.

Also, Sommerhochzeit oder Winterhochzeit? Die beste Zeit zum Heiraten ist aber natürlich immer die Jahreszeit, die zu euch als Brautpaar am besten passt und in der ihr euch am wohlsten fühlt. Und falls euer Hochzeitsdatum nicht in die Jahreszeit fällt, die ihr euch gewünscht hättet, seid nicht traurig – jede Hochzeit kann zu jeder Jahreszeit mit kreativem Input wunderschön und einzigartig gestaltet werden.

Jetzt liegt die Entscheidung bei Euch. Allen frisch verlobten Paaren wünsche ich eine wunderbare Planungszeit!

Bilder: Cornelia Lietz & Stephanie Kunde 

Noch mehr Entscheidungshilfe? Überlegt ihr, ob ihr einen Sweet Table oder eine Candybar haben wollt?

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Die Aufgaben eines Hochzeitsplaners

…sind vielfältig und darüber könnte ich bestimmt eine Blogartikel-Reihe schreiben. Heute erzähle ich euch, was ein Hochzeitsplaner am Hochzeitstag alles macht. Der Tag der Hochzeit ist der Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss der Planungsphase, die mal mehr oder mal weniger lang dauert.

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Der Hochzeitsplaner beim Getting Ready

Der Tag beginnt für das Brautpaar ja bekanntermaßen mit dem Getting Ready: in entspannter Atmosphäre mit den Liebsten beginnen, sich entspannt stylen lassen und dabei einen Sekt trinken. Für die Braut sicherlich eine der entspanntesten Stunden am Hochzeitstag. Als Hochzeitsplanerin kümmere ich mich darum, dass die Stylistin und die Fotografen genau wissen, in welchem Zimmer sich die Braut befindet, dass die gesamte Papeterie dort schön zum Fotografieren ausliegt oder dass die Geschenke für die Brautjungfern an Ort und Stelle liegen. Das Ringkästchen wird mit frischen Blumen bestückt, später bringe ich oft auch den Brautstrauß oder die Blumen für die Frisur der Braut, Trauzeugin etc.

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Wir Hochzeitsplaner sorgen zum Beispiel auch dafür, dass der Bräutigam mitsamt seiner Groomsmen zum richtigen Zeitpunkt die Anstecker bekommt und meistens dann auch noch dafür, dass diese an der richtigen Stelle am Sakko platziert werden.

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Der Aufbau

Wenn nicht am Tag vorher schon möglich (was immer die beste Option ist) dann findet am Hochzeitsmorgen, meistens schon sehr früh, der Aufbau statt. Vorher wurde mit der Location abgesprochen, wann die Tische fertig eingedeckt sind und wann der Florist vor Ort sein wird, um die Blumen zu liefern und zu dekorieren. Und dann folgt das Fine-Tuning durch den Hochzeitsplaner:

  • Das Willkommensschild, den Sitzplan, die Barkarte und alle sonstigen Schilder aufstellen
  • Menü- oder Buffetkarten auf den Tischen verteilen
  • Laut Sitzplan die Namenskärtchen oder personalisierten Gastgeschenke verteilen
  • Gästebuch & Equipment für Fotobox auslegen
  • Sonstige Dekorationsarbeiten

Der Aufbau läuft natürlich je nach Aufwand und Location immer etwas anders ab. Fast immer gibt es noch Dinge, die spontan entschieden oder koordiniert werden müssen. Während des Aufbaus ist das Handy immer griffbereit, um Fragen von anliefernden Dienstleistern zu beantworten. Und währenddessen wird auch immer wieder beim Getting Ready nach dem Rechten geschaut, ob dort noch etwas gebraucht wird und natürlich auch, um die Braut zu beruhigen und ihr ein gutes Gefühl zu geben, das alles gut läuft.

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Was macht ein Hochzeitsplaner vor und während der Trauung?

Nach dem Aufbau geht es dann ganz schnell los zum Ort der Trauung. Bei der kirchlichen Trauung wird natürlich vorher abgesprochen, wann der Küster vor Ort ist und die Kirche aufschließt, wann die Live-Musiker und der Organist dort sind und wo angeliefert und geparkt wird. Eine kurze Absprache mit dem Floristen, der den abgesprochenen Bankschmuck anbringt, ein Kennenlernen mit dem Pfarrer sowie nochmal Absprache des Einzugs. Schnell werden die Kirchenhefte verteilt, die Hochzeitskerze und das Ringkästchen aufgestellt. Außerdem wird das Willkommensschild vor die Kirche gestellt, die Blumenmädchenkörbe für nach der Trauung bereitgelegt und der Zeitplan nochmal gecheckt. Bei der freien Trauung erfolgt die Absprache mit dem freien Redner. Reserviert-Schilder werden ausgelegt und die Platzierung der Gäste koordiniert. Und dann: steht die Braut, meist etwas zitternd vor Aufregung vor der Tür. Ein letzter prüfender Blick, ob alles richtig sitzt:

  • Ist der Brautstrauß da?
  • Liegt der Schleier richtig?
  • Muss die Schleppe gerichtet werden?
  • Steht der Bräutigam an Ort und Stelle?
  • Sitzen alle Gäste?
  • Hat der Brautvater seinen Anstecker?

Der Blickkontakt mit dem Musiker, das ausgewählte Lied zum Einzug startet und die Tür geht auf: der für mich emotionalste Moment am Hochzeitstag und für mich ein kurzer Augenblick der Andacht, bevor ich mich unauffällig in die letzte Reihe setze, meinen Zeitplan prüfe und dann die Trauung anhöre und mitfühle. Hat ein Gast kein Kirchenheft mehr bekommen? Dann suche ich schnell im Gesangbuch die zu singenden Lieder heraus. Braucht jemand etwas Wasser? Auch darum kümmere ich mich. Nach der Trauung koordiniere ich das Spalier, welches die Gäste bilden, händige den Blumenmädchen ihre Körbchen aus und sammle während der Gratulationen die Kirchenhefte und die Hochzeitskerze ein, um sie mit zur Location zu nehmen.

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Was macht ein Hochzeitsplaner am Nachmittag?

Ich bin immer vor den Gästen in der Hochzeitslocation, um dort einen Last-Minute Check zu machen: steht alles für den Nachmittag bereit? Weiß das Servicepersonal Bescheid, was wann passiert? Sind alle Kerzen an, steht der Geschenketisch bereit? Sind alle Gäste in der Location angekommen, halte ich mich wieder im Hintergrund bin aber ständig ansprechbar für Gäste und Brautpaar:

  • Kümmere mich um den pünktlichen Anschnitt der Hochzeitstorte
  • Koordiniere die Familien- und Gruppenfotos, damit alle zur richtigen Zeit bereitstehen und nicht der Großvater auf dem wichtigen Familienfoto fehlt
  • Beantworte Fragen von Gästen
  • Gehe mit dem DJ und der Serviceleitung noch einmal alle geplanten Reden und Aktionen der Gäste durch
  • Schaue, dass alles für das Dinner bereit ist…

…und oft ist am Nachmittag dann das erste Mal Zeit für eine 5-Minute-Pause für einen Snack und ein Glas Wasser.

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Beim Hochzeitsdinner

Kurz bevor die Gäste den Ballsaal betreten, wird alles noch einmal zurecht gerückt. Die Kerzen werden alle angezündet, das Gästebuch bereitgelegt, die Vase für den Brautstrauß hingestellt und die Hochzeitskerze auf den Brauttisch gestellt. Es sind 1.000 Kleinigkeiten, die unsere Brautpaare an ihrem Hochzeitstag nicht im Kopf haben müssen – das macht Glanzmomente.

Betreten die Gäste dann den mit vielen Kerzen beleuchteten Ballsaal, helfe ich bei der Suche nach dem richtigen Sitzplatz, schaue, dass der DJ alles hat, was er braucht und dass das Mikrofon für die erste Rede bereitliegt. Zuvor habe ich eine Liste erstellt, in der alle angemeldeten Reden aufgeführt sind und sowohl die Serviceleitung als auch der DJ wissen Bescheid. Ich weiß bis dahin, wer wo sitzt und bringe das Mikrofon immer zur richtigen Zeit zur richtigen Person.

Während des Dinners ist auch oft das Dienstleister-Essen eingeplant: zusammen mit dem DJ, Fotograf und Videograf und sonstigen anwesenden Dienstleistern sitzen wir nicht allzu abseits und tauschen uns aus.

Der letzte große Programmpunkt ist meist der Hochzeitstanz. Eventuell werden Wunderkerzen verteilt und dann bleibt kurz die Welt stehen, wenn Braut und Bräutigam das erste Mal miteinander tanzen und alle liebsten Menschen um sich versammelt haben. Damit ist meist auch mein Tag zu Ende. Bevor ich gehe, stelle ich den Brautstrauß für den Wurf bereit, gebe oft im Namen des Brautpaares das Trinkgeld für die Servicekräfte weiter und verabschiede mich vom Brautpaar.

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Nach der Hochzeit

Oft erfolgt nach der Hochzeit noch der Abbau: ich fahre nochmal zur Location, sammle das beschriebene Gästebuch, persönliche Deko-Gegenstände vom Brautpaar, Luftballons, restliche Blumen etc. ein und bringe es den frisch Vermählten entweder nach Hause oder verwahre es, bis sie aus den Flitterwochen wieder kommen. Das ist dann auch für mich der Abschluss der Hochzeit und des großen Projekts Hochzeitsplanung. Nach einem Abschlussgespräch, wo ich gemeinsam mit dem Brautpaar über die gemeinsame Planungszeit spreche und wir über lustige Geschichten vor und hinter den Kulissen am Hochzeitstag sprechen.

Jeder Hochzeitstag ist anders und an jedem Hochzeitstag entstehen andere Situationen, die ein Hochzeitsplaner meistern muss. Sei es das Wetter, eine Braut mit Kreislaufproblemen, ein Liegengebliebener Oldtimer oder oder oder. Wir Hochzeitsplaner sind immer da, lösen alle Probleme und sind dafür zuständig, dass alles genau nach euren Wünschen abläuft. Für eure Glanzmomente.

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Fotos: Stephanie Kunde

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Man erlebt als Hochzeitsplaner oder auch generell als Hochzeitsdienstleister so einiges, je länger man im Geschäft ist. Natürlich hat jeder seine eigenen Vorlieben und es ist klar, dass nicht jede Hochzeit dem eigenen Geschmack entspricht, was ja auch völlig natürlich und in Ordnung ist. Dennoch hat sicher jeder Hochzeitsexperte seine absoluten Hochzeits- No-Gos und meine Best 4 möchte ich euch heute vorstellen. Dabei möchte ich natürlich betonen, dass diese rein subjektiv sind und ich hier keinem zu nahe treten möchte, der eine andere Meinung vertritt.

Hochzeits- No-Go 1: Tauben & Schmetterlinge

Viele wissen gar nicht, was hinter diesem Brauch steckt, nach der Trauung weiße Tauben oder auch Schmetterlinge in den Himmel fliegen zu lassen. Fangen wir mit den Tauben an: Oft sind diese keine, wie viele denken, Brieftauben, die nach dem Fliegen lassen den Weg zurück zum Züchter finden. Dies ist in der Dressur natürlich sehr teuer und das würde die günstigen Preise nicht erklären, für die das Mieten von Tauben oft angeboten wird. Daher werden „Einwegtauben“ angeboten, die fliegen gelassen werden, sich aber in der freien Natur nicht zurechtfinden, da sie bisher ihr Leben in Zucht verbracht haben. Diese Tiere sind nicht daran gewöhnt, selber Nahrung zu suchen oder sich vor Feinden zu schützen und sterben meist relativ schnell. Kein schöner Gedanke, an seinem Hochzeitstag Tauben in den Tod zu schicken. Denkt daher bitte noch einmal darüber nach, ob ihr diesen Brauch wirklich integrieren möchtet und vor allem woher ihr die Tauben bezieht.

Die Schmetterlinge werden meist in kleinen Pappschachteln an die Gäste verteilt und dann Fliegen gelassen. Ihr habt euch immer schon gefragt, wie das funktioniert? Die Schmetterlinge werden vorher bis zu einem gewissen Grad tiefgefroren, damit sie in der Pappschachtel transportiert werden können und dann rechtzeitig aufgetaut. Manche fliegen dann tatsächlich weg, wenn die Schachtel geöffnet wird aber es kommt sehr häufig vor, dass der Schmetterling nicht mehr lebt. Wie ich das finde, brauche ich denke ich nicht weiter zu erläutern. Daher mein absolutes No-Go Nummer 1.

Hochzeits- No-Go 2: Unprofessionelle Dienstleister

Eure Hochzeit steht auf einem Gerüst von professionellen und erfahrenen Dienstleistern, die ihre Arbeit wie besprochen ausführen und alles dafür tun, damit euer Tag perfekt wird. Daher ist die Auswahl der Dienstleister so wichtig und teilweise schwierig, denn woher weiß man, wer professionell arbeitet? Wenn ihr keinen Hochzeitsplaner habt, der über ein großes und vor allem geprüftes Netzwerk verfügt, dann achtet auf Empfehlungen von Freunden, Bekannten und eurer Location oder bereits gebuchten Dienstleistern, denen ihr vertraut. Ich habe auf Hochzeiten schon einiges gesehen und erlebt, meist von Dienstleistern, die aus dem erweiterten Bekanntenkreis kamen und auch gar nicht sonst professionell als Hochzeitsdienstleister arbeiten. Hier kann man Glück oder Pech haben, aber unprofessionelle Dienstleister, die unzuverlässig sind, ihre Arbeit nicht gut machen und ihr hinterher mit den Fotos nicht zufrieden, die Party langweilig oder die Torte zu klein war, gehören für mich zu den Hochzeits- No-Gos.

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Hochzeits- No-Go 3: Kein Plan B

Ich kenne das von manchen Brautpaaren. Dieses hoffnungsvolle „Es wird nicht regnen“. Nein, das wünschen wir uns auch nicht aber wenn es das tut, dann vereinfacht es alles, wenn ihr den Plan B für Regen und, wie wir im letzten Glanzmoment besprochen haben, den Plan C für Hitze parat habt und vorher alle davon in Kenntnis gesetzt habt.

Denn stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr sitzt im Hotel XY beim Getting Ready am Hochzeitsmorgen. Das Wetter ist laut App unbeständig, ihr starrt nervös auf euer Handy, denn die Trauung ist draußen geplant und der Plan B wurde nie besprochen. Die Location baut auf. Aber wo? Draußen, wie besprochen oder drinnen? In welchem Raum? Wurde der Trauernder informiert, weiß die Band, dass die Kabelwege nun kürzer sind? Weiß der Florist, dass es jetzt Bänke statt Klappstühle gibt und dass er die Laternen für die Bäume nicht mitbringen braucht?  Entweder ihr verbringt den Hochzeitsmorgen am Telefon oder Worst Case: Ihr kommt fertig gestylt und ready to get married in der Location an und euch gefällt der Plan B nicht. Ihr wisst nicht, wo ihr Langlaufen wollt, alle sind aufgeregt, Dienstleister fragen euch, wie ihr es gerne hättet. Bitte vermeidet diesen Stress für alle und plant zusammen mit euren Dienstleistern Alternativen zu Plan A: sonnig und trocken, nicht zu heiß und beständig. Denn wenn wir mal ehrlich sind, trifft dieses Wetterverhältnis im deutschen Sommer nicht immer zu. Kein Plan B gehört also definitiv zu meinen Hochzeits- No-Gos.

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Hochzeits- No-Go 3: Zu wenig Essen

Der einfachste Weg um eure Gäste bei Laune zu halten: genug Essen einkalkulieren. Die Gäste haben gefrühstückt und zumindest die mit einer weiteren Anreise haben kein Mittaggegessen gehabt. Erfahrungsgemäß sind die Gäste nach der Trauung hungrig. Dieser Hunger sollte durch ausreichend Fingerfood (2 Teile pro Person reichen nicht!) gestillt werden. Wenn ihr plant, die Hochzeitstorte zum Empfang zu servieren, sollte es unbedingt auch etwas Salziges geben, denn nicht jeder isst gerne süß, wenn er Hunger hat. Der Nachmittag, und gerade, wenn er durch eine frühe Trauung sehr lang gezogen ist, sollte also durch ausreichend ausgewählte Speisen gefüllt werden.

Wenn ihr den Gästen einen Ablaufplan vorher aushändigt oder diesen auf ein Schild drucken lasst, wissen sie auch, um wieviel Uhr das Dinner geplant ist und können sich selbst einteilen, wieviel sie wann essen. Ihr braucht also keine Sorge haben, dass die Gäste dann abends keinen Hunger mehr haben.

Erfahrungsgemäß sollte es nachts noch einen Mitternachtssnack geben, seien es Reste vom Buffet und der Torte oder Käseplatten und z.B. Flammkuchen oder Mini-Schnitzel. Denn wenn man um sieben Uhr abends isst, hat man nachts um 1 wieder Hunger, wenn man viel tanzt. Lasst euch hier von eurer Location beraten und spart bitte an dieser stelle nicht, denn die Laune der Gäste ist natürlich ausschlaggebend für die Stimmung eures Festes. Daher gehört dieser Punkt definitiv zu meinen Hochzeits- No-Gos.

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Was sind eure Hochzeits- No-Gos? Schreibe mir doch gerne bei Instagram und lasst uns austauschen. Für weitere Glanzmomente der Woche #gmdw schaut doch auf meinem Blog vorbei.

Fotos: Stephanie Kunde

Candybar-glanzmomente

Heute wird es süß beim Glanzmoment der Woche. Über Instagram habe ich eine kleine Umfrage gestartet und der Großteil der Glanzmomente-Follower hat sich einen Glanzmoment zum Thema „Candybar“ gewünscht und da die diese mittlerweile immer mehr vom Sweet Table abgelöst wird, möchte ich diese beiden Themen hier in diesem Blogbeitrag zusammenfassen.

Candybar oder Sweet Table?

Was ist eigentlich der Unterschied? Auf einer Candybar befinden sich Süßigkeiten, also Weingummi, Bonbons, Marshmallows, M&Ms & Co. Daneben liegen Zangen und kleine Schaufeln, um die Süßigkeiten aus den kleinen Gläsern und Bonbonnieren herauszuholen und in kleine Tütchen zu verpacken und mit auf den Platz zu nehmen. Der Sweet Table ist meist reich bestückt mit Gebäck verschiedenster Art: Cakepops, Cupcakes, kleine Macarons, Mini-Pancakes, kleine Waffeln am Stiel und oft steht auch die Hochzeitstorte als großes Highlight mitten auf dem Sweet Table und alles ist passend dazu drum herum arrangiert. Der Sweet Table eignet sich perfekt für nachmittags. Die Gäste können ein Stück Hochzeitstorte essen und haben danach noch genug Auswahl, verschiedenste Köstlichkeiten zu probieren. Ein Sweet Table ist somit natürlich sättigender als eine reine Candybar. Außerdem kann man auf einem Sweet Table mehr Geschmacksrichtungen kombinieren und eine größere Vielfalt schaffen als auf einer reinen Candybar. Gerade wenn ihr einen langen Nachmittag durch eine frühe Trauung habt, würde ich euch den Sweet Table sehr ans Herz legen.

Candybar-glanzmomente

Woher bekomme ich denn eine Candybar oder einen Sweet Table?

Wenn ihr die Candybar selbst machen wollt, dann könnt ihr bei IKEA Vorratsgläser in verschiedenen Größen und Formen kaufen. Vergesst nicht, Zangen und Schaufeln sowie kleine Tüten dazu zu kaufen, diese gibt es beim Ja-Hochzeitsshop oder bei Fräulein K sagt Ja. Eine Wimpelkette, Girlande oder ein Schild mit „Candybar“ weisen euren Gästen den Weg. Vergesst nicht, beim Floristen auch kleine Vasen mit Blümchen für die Candybar zu bestellen, das wertet diese auf. Auch ist es schön, anhand von Holzkisten verschiedene Ebenen zu bauen, z.B. die hinteren oder kleineren Gläser erhöht aufzustellen, das lässt eure Candybar voller wirken. Es gibt auch fertige Candybar-Wagen zu mieten. Süßigkeiten würde ich bei der Metro oder im Handelshof kaufen, oder ihr fahrt ins Haribo-Lager nach Bonn, dort gibt es Haribos nach Farben sortiert, z.B. nur rote Gummibärchen. Achtet natürlich darauf, dass sich die Candybar an euren Hochzeitsfarben orientiert. Falls ihr die Candybar nicht selbst machen wollt, fragt bei eurer Patisserie nach. Manche bieten zusätzlich zu Hochzeitstorten auch Candybars an.

Den Sweet Table solltet ihr auf keinen Fall selbst machen, denn wer möchte kurz vor der Hochzeit noch mit gesträubten Haaren in der Küche stehen und für 100 Personen Macarons backen? Überlasst das einem Profi, sprecht mit ihm vorher ab, wie groß der Sweet Table sein sollte und welche Farben verwendet werden sollen. Lasst euch Vorschläge geben, was alles auf einem Sweet Table möglich ist. Von Beerentartelets über Macarons mit Blattgold bis hin zu Mini Petit Fours ist alles möglich. 

Candybar-glanzmomente

Am Hochzeitstag

Füllt am besten schon alle Candies am Tag vorher in die passenden Gläser ein, dann geht der Aufbau schneller und packt dann alles in eine Kiste. Stellt vorher alles einmal probeweise auf und macht ein Foto davon, dass ihr der Person, die für euch aufbaut, mitgebt. Alternativ könnt ihr auch eine Skizze anfertigen, wo was stehen soll. Genauso ist es beim Sweet Table. Erstellt zusammen mit der Patisserie eine Skizze, wie alles aufgebaut werden soll und wo was steht. Bei der Candybar: Packt eine Tasche mit den Tüten und Dosen zum Nachfüllen und stellt diese gut erreichbar für die Servicekräfte auf.. Den Sweet Table könnt ihr nachmittags zum Kuchen eröffnen und dann bis abends stehen lassen, sodass sich die Gäste immer wieder davon nehmen können. Die Candybar würde ich den ganzen Tag und auch während der Party stehen lassen. 

Candybar-glanzmomente

Fazit: Candybar und Sweet Table kommen nicht nur bei den kleinen Gästen super an. Gut geplant und durchdacht ergänzen sie eure Hochzeitsfeier und sorgen für gute Laune!

Für weitere Glanzmomente der Woche #gmdw schaut doch auf meinem Blog vorbei.

Fotos: Cornelia Lietz & Stephanie Kunde